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Die Standorte

Ausrüstung von Gebäuden mit evakuierten Dämmungen - hohe Energieeinsparung bei kleinsten Dämmstärken - - Infoblatt laden - 166 kB

Entwicklung und Anwendung von evakuierten, höchsteffizienten Dämmungen für Gebäude

High-Tech-Offensive Bayern

Projektleitung:

Bayerisches Zentrum für Angewandte Energieforschung e.V. (ZAE Bayern) zusammen mit 16 Projektpartnern aus Industrie und Gewerbe

Laufzeit:

1. Januar 2000 bis 30. Juni 2003 (3,5 Jahre)

- Abschlussbericht ansehen. (44 Seiten) - 3 MB

Ansprechpartner:

Dr. Ulrich Heinemann, Tel. 0931-70564-35, Fax -60; e-mail: heinemann@zae.uni-wuerzburg.de

Problemstellung

Der Gebäudebestand verursacht etwa ein Drittel des Endenergieverbrauchs. Durch bessere Dämmung kann sehr viel Heizenergie eingespart und der Kohlendioxid – Ausstoß merklich reduziert werden. So verbraucht ein Passiv-Haus nur noch ein Zehntel der Heizenergie eines typischen Altbaus. Die gemäß der aktuellen Wärmeschutzverordnung besser gedämmten Neubauten ersetzen allerdings nur in sehr geringem Umfang die große Anzahl schlecht gedämmter Altbauten (meist erhöhen sie als additiv errichtete Gebäude den gesamten Heizenergieverbrauch). Im Altbaubereich steckt ein Potential zur Reduzierung des Energieverbrauchs von ca. 600 Mrd kWh pro Jahr, entsprechend 150 Mio t CO2 in Deutschland.

Konventionelle Dämmungen werden in einer Vielzahl von Systemen angeboten, z.B. als Fassadenvollwärmeschutz. Bei der Sanierung von Gebäuden wird jedoch oft auf eine sehr gute Dämmung verzichtet, weil der Platzbedarf für die Dämmung als zu hoch angesehen wird. Man denke nur an die sehr tiefen Fensterlaibungen nach Installation der Dämmplatten. Auch die Realisierung von Niedrigstenergie- und Passivhäusern, die im Vergleich zur Standardbauweise nur mäßig erhöhte Kosten aufweisen, aber extrem wenig Energie verbrauchen, stößt aufgrund der notwendig hohen konventionellen Dämmstärken von bis zu 30 cm nicht selten auf Vorbehalte.

VIP Trockenbau
Vakuum-Isolations-Paneele (VIP) im Trockenbau
VIP unter Putz
Vakuum-Isolations-Paneele (VIP) unter Putz

Problemlösung

Mit neuentwickelten Vakuumdämmplatten kann man, die Dämmstärken – bei gleichbleibendem Dämmwert – gegenüber konventionellen Materialien um einen Faktor 5 bis 10 reduzieren. Neuartige Materialien ermöglichen es zudem, die im Gebäudebereich geforderten Nutzungsdauern der evakuierten Dämmplatten von mehr als 30 Jahren zu erreichen. Dadurch dass eine ganz neue Qualität der Wärmedämmung bereitgestellt wird, kann durch diese Innovation ein Anreiz zur vermehrten energetische Sanierung von Altbauten gegeben werden. Bestehende Vorbehalte (“kein Platz für Dämmung”) können auf diese Weise ausgeräumt werden. Die Dämmung von Gebäudefassaden mit höchsteffizienten Dämmungen dürfte gerade auch unter dem Gesichtspunkt der Energieeinsparverordnung 2000 auf zunehmendes Interesse stoßen.

VIP im Fußboden
Vakuum-Isolations-Paneele (VIP) im Fußboden

Projektziel

Ziel des Projektes ist es, die Anwendbarkeit der Vakuumdämmtechnik erstmals in größerem Maßstab in Neubauten und vor allem an sanierungsbedürftigen Gebäuden zu erproben. Das Konzept des ZAE Bayern zur Vakuumdämmung von Gebäuden beruht auf der Verwendung von speziellen, gasdichten Umhüllungsfolien und einem evakuierten Dämmkern aus mikroporöser Kieselsäure, der sehr unempfindlich gegenüber Gasdruckanstieg ist (Wärmeleitfähigkeit von 0,005 W/mK bei 10 mbar und 0.008 W/mK bei 100 mbar Gasdruck). Anwendungsbeispiele sind platzsparende Außendämmungen bei sanierungsbedürftigen Fassaden und bei Passiv- und Niedrigstenergiehäusern, Innendämmungen bei denkmalgeschützten Fassaden, die nachträgliche Dämmung von Fußböden z.B. in Kellerräumen, die Dämmung von Kellerdecken gegen Wohnräume sowie Dämmungen von Fensterbrüstungen und schlanken Fassadenkonstruktionen.

Im Rahmen des Projektes werden zunächst unterschiedliche Anwendungen der Vakuumpaneele entwickelt und an kleineren Flächen erprobt. Anschließend werden größere Mengen von Vakuumdämmpaneelen hergestellt (bis zu mehreren Tausend Quadratmeter) und in geeignete Demonstrationsobjekte eingebaut. Die im Projekt gesammelten Erfahrungen sollen einer breiten Anwendung der Vakuumdämmtechnik im Baubereich den Weg bereiten.

Die neue Technologie, die in diesem Projekt erprobt werden soll, sollte einen wesentlichen Beitrag dazu liefern können, die im Kyoto Protokoll von 1997 zugesagte Reduzierung des CO2-Ausstoßes zu erreichen.

Projektpartner

Wacker
Fa. Wacker Ceramics, Kempten
Logo Knauf
Fa. Gebrüder Knauf Westdeutsche Gipswerke, Iphofen
Bayosan
Fa. Bayosan Wachter GmbH & Co. KG, Hindelang
Hochtief
Fa. Hochtief Fertigteilbau, Stockstadt
Remmers
Fa. Remmers Bauchemie GmbH, Löningen
Korbacher
Fa. Wilhelm Korbacher Ziegelwerk GmbH & Co. KG, Estenfeld
Klimaton
Klimaton ZIEGEL Interessengemeinschaft e. V., Brunnthal
GlasKeil
Fa. Glas-Keil GmbH & Co. KG, Würzburg
Lichtblau
Fa. F. + W. Lichtblau, München
Schnös
Fa. Schnös, Knetzgau
LTM
Fa. LTM Thermo-Lüfter GmbH, Ulm
Haase
Architekturbüro Haase & Partner, Karlstadt
Salamander
Salamander Industrie Produkre, Türkheim
Rosel
Ingenieurbüro Rosel, Reichenberg
vaQtec
va-Q-tec AG Vakuumdämmungen, Würzburg

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