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Die Standorte

Das Experimentiergebäude der Würzburger Abteilung

Das ZAE Bayern befasst sich unter anderem mit der thermischen Verbesserung von Gebäudehüllen. Neben der Dämmung zählen hierzu auch die Nutzung solarer Energie und verschiedene Belüftungssysteme. Viele derartiger Systeme wurden durch Simulationen oder Messapparaturen getestet. Das neue Experimentiergebäude des ZAE Bayern am Erweiterungsbau der Abteilung 2 in Würzburg und ein bereits fertiggestellter Außenmessstand dienen als geeignete Objekte, in deren Fassade die verschiedenen Systeme eingebaut und getestet werden können.

Die Gestaltung des attraktiven lichtoffenen Gebäudes lag in den Händen von Architekt Prof. Michael Volz aus Obernburg, die feierliche Einweihung fand im April 1999 statt.

Südansicht des Experimentiergebäudes
Südansicht des Experimentiergebäudes (zur Vergrößerung bitte auf das Bild klicken)
Nordansicht des Experimentiergebäudes
Nordansicht des Experimentiergebäudes (zur Vergrößerung bitte auf das Bild klicken)

Die folgenden Komponenten sollen die Realisierbarkeit und die Effizienz von in einer Gebäudehülle integrierten innovativen Bauteilen demonstrieren.

Bedarfsgeregelte Lüftungssysteme

Transparente Wärmedämmung (TWD)

Schaltbare Wärmedämmung (SWD)

Vakuum-Isolations-Paneele (VIPs) als äußerst effiziente Dämmung an Gebäuden

Tageslichtsysteme zur optimalen solaren Nutzung

Regenerative Gebäudekühlung

Optimierte Gebäudeenergiekonzepte mittels - dynamischer Gebäudesimulation - 261 kB

Weitere Informationen finden Sie auch bei den ISOTEG-Teilprojekten zur "Komponentenentwicklung"

Details zum Experimentiergebäude

Das ZAE Gebäude mit etwa 350 m² Nutzfläche ist mit modernster Dämmtechnik und Lichttechnik ausgestattet. Die Südfassade ist mit Vakuumdämmpaneelen versehen, welche eine etwa zehnmal bessere Dämmwirkung als konventionelle Wärmedämmstoffe besitzen. Die vom ZAE Bayern entwickelte und in dieses Gebäude integrierte schaltbare Wärmedämmung erlaubt es, solare Wärme nach Belieben in das Hausinnere zu lenken oder aber bei fehlender Sonneneinstrahlung eine exzellente Dämmwirkung zu garantieren und damit die Wärme im Haus zu halten.

Auch Überhitzungsprobleme lassen sich an heißen Sommertagen mit der schaltbaren Wärmedämmung vermeiden. Im Bereich der Fenster werden Lichtlenksysteme eingesetzt, welche das Tageslicht effizient in die Raumtiefe lenken. Diese Maßnahme hilft mit, tagsüber elektrische Beleuchtung einzusparen. Mit diesen innovativen Fassadenkomponenten kann das ZAE Bayern bautechnisch wichtige und wirksame Impulse für den Neubaubereich, aber insbesondere für die energetische Altbausanierung geben. Weiter werden auch innovative Lüftungstechniken getestet. Dabei werden zur Steuerung Feuchtesensoren und Bewegungsmelder eingesetzt. Neuartig sind auch die Kühldecken, die in zwei Labors des Neubaus installiert sind.