Solare Nahwärmeversorgung Speichersdorf
Für die oberfränkische Gemeinde Speichersdorf wurden verschiedene Energieversorgungskonzepte mit erneuerbaren Energien untersucht. Dabei stehen vor allem Waldhackschnitzel und thermische Solarenergie als Energieträger im Vordergrund. Die erzielbaren solaren Deckungsgrade liegen zwischen 8 % und 40 %. Auf Basis der durchgeführten Energiebedarfserhebung unter Berücksichtigung der zeitlichen Entwicklung des Wärmebedarfs wurden acht verschiedene Varianten und der Vergleich dieser nach technischen, wirtschaftlichen und emissionsbezogenen Gesichtspunkten sowie ein Entwurf für ein Nahwärmenetz erstellt. Der Wärmebedarf wurde auf Basis von Bürgerbefragungen, einer Fotodokumentation sowie spezifischen Wärmebedarfsgrößen aus der Projekterfahrung des ZAE Bayern bzw. der einschlägigen Literatur dargestellt. Für die Ermittlung der Wärmebedarfsverteilung wurde eine GIS-Datenbank erstellt, in der jedem Objekt energetische und technische Kennzahlen zugewiesen wurden. Zur Abschätzung der zukünftigen Entwicklung des Energiebedarfs wurde ein Referenzszenario über einen Zeitraum von 30 Jahren erstellt und die Einflüsse von Randbedingungen (z.B. Bevölkerungsentwicklung, energetische Sanierungsrate) untersucht. Die betrachteten Versorgungsvarianten unterscheiden sich hauptsächlich in der Auslegung und Kombination innovativer, regenerativer Techniken wie Solarthermie, Langzeitwärmespeicher und Absorptionswärmepumpen.
Durch die Gründung einer Betreibergesellschaft wurde der Start in eine regenerative Nahwärmeversorgung Speichersdorf eingeleitet.
Ansprechpartner
Dr. Jens M. Kuckelkorn
Tel.: +49 89 32944217
E-Mail: kuckelkorn @muc.zae-bayern.de



