Fenstercheck

Entwicklung eines neuartigen Bewertungstools zur Bestimmung des Energieeinsparpotenzials von Fenstern bei Sanierungsmaßnahmen unter Berücksichtigung von Verglasung, Rahmen und Anschlüssen

 

Neben der Ermittlung der Dämmwirkung der Verglasung werden sowohl der Fensterrahmen als auch die Fassadenanbindung untersucht und klassifiziert. Hierzu werden Fenster unterschiedlichen Aufbaus und Alters thermisch charakterisiert (z.B. Hot-Box-Messung) und die Einzeleffekte am Wärmedurchgang ermittelt:

  • Degradation Fensterrahmen (z.B. Wärmeleitfähigkeit Dämmeinleger)
  • Degradation Anschluss (z.B. Wärmeleitfähigkeit Dichtungsmaterialien)
  • Luftdurchlässigkeit (z.B. Alterungseffekte durch Verzug mit Fugen/Spalten zwischen Rahmen und Verglasung oder zwischen Rahmen und Laibung)

Anhand der Ergebnisse werden Fenster unterschiedlichen Typs klassifiziert und Bewertungskriterien festgelegt, die bei einer Begehung vor Ort einfach ermittelt und im FensterCheck-Bewertungstool eingegeben werden.Die im FensterCheck-Bewertungstool hinterlegten Berechnungsroutinen schätzen dann aus den eingegebenen Daten die Wärmedämmwirkung der Fenster unter Einfluss aller genannten Faktoren ab und geben eine Handlungsempfehlung für Sanierungsmaßnahmen unter Berücksichtigung energetischer und wirtschaftlicher Faktoren:

  • Energetisches Potenzial: Reduktion von Energieverbrauch und CO2-Emissionen
  • Wirtschaftliches Potenzial: Investitionsaufwand, Heizkosteneinsparung, Amortisationszeit

Bewertung von Fenstern im Bestand mit dem FensterCheck-Bewertungstool: Eingabe von Ug-Wert der Verglasung (z.B. aus Messung mit mobilem Ug-Wert-Messgerät) sowie Eingabe von Rahmen- und Anschlussdetails (z.B. aus Begehung). Das FensterCheck-Bewertungstool gibt anschließend eine Sanierungsempfehlung unter Angabe energetischer und wirtschaftlicher Daten.

Zur Qualitätssicherung für Isolierglas- Produktionsprozesse werden Mess- und Bewertungsmethoden zur Kontrolle des Gasfüllgrades/Ug-Wert entwickelt und getestet.

Mit einer Inline- Qualitätskontrolle soll es möglich sein, jede Isolierglaseinheit zu überprüfen und den Ug-Wert als Gütekriterium zu ermitteln. Die Methoden/Verfahren müssen bei 2fach- und 3fach-Isoliergläsern mit unterschiedlichen Glassorten einsetzbar sein.

Ansprechpartner

Dr. Helmut Weinläder
Tel.: +49 931 70564-348
E-Mail: Helmut.Weinlaeder@zae-bayern.de

Dr. Cornelia Stark
Tel.: +49 931 70564-251
E-Mail: Cornelia.Stark@zae-bayern.de

Über das ZAE Bayern

Als eine der führenden Einrichtungen auf dem Gebiet der angewandten Energieforschung verbindet das Bayerische Zentrum für Angewandte Energieforschung (ZAE Bayern) exzellente Forschung mit exzellenter Umsetzung der Resultate in die wirtschaftliche Praxis. Hierzu bietet das ZAE seinen Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft ein breites Leistungsspektrum an, das sich von messtechnischen Dienstleistungen über Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten bis zu kompletten Innovationspaketen erstreckt.

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